AVRS WebJournal
Ausgabe 2/2004
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Astronomischer Verein Remscheid e.V. |
Sterne entstehen im Verborgenen. Geboren werden sie in dichten Staubwolken, die gegebenermaßen nicht vom sichtbaren Sicht durchdrungen werden. Bei kürzeren Wellenlängen, etwa im Infrarot, schwächt der Staub die Strahlung weniger stark ab, auch dichte Staubwolken werden durchsichtig. Im Falle von Trumper 37 enthüllen Infrarotbeobachtungen ein Dutzend junger bis sehr Junger Sterne, dis bisher nicht beobachtet werden konnten.
Trumper 37 befindet sich in einer Distanz von 2500 Lichtjahren und ist Teil des IC1396-Komplexes. In IC1396 entsteht eine vielzahl heller Sterne, die das sie umgebende Gas gar ionisieren, den Staub sozusagen verdampfen lassen. Das auch an Trumper 37 die heizende Strahlung der Sterne nagt erkannt man an der Südflanke der Globule: Der Rand ist scharf, das Gas scheint zusammengedrückt worden zu sein. Schaut man etwas genauer hin, so scheinen gerade in diesem Gebiet die jungen Sterne entstanden zu sein.
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| Abbildung 1: Aufnahme der Globule Trumpler 37 in IC1396 im Infrarotbereich zwischen 2.6 Mikron und 24 Mikron. Mehrere junge Sterne sind zu erkennen. Dargestellt sind Aufnahmen bei 24 Mikron (Inset "MIPS"), zwischen 3.6 und 8.0 Mikron (Inset "IRAC") und die Überlagerung dieser Bilder (Inset "Composite"). Aufnahme: NASA/JPL-Caltech/W. Reach (SSC/Caltech) |
Das Spitzer Space Telescope (hiernach SST) - vormals SIRTF genannt - ist seit dem 25. August 2003 im All. Mit ihm sollen Infrarotbeonbachtungen einer bisher unerreichten Sensitivität im Wellenlängenbereich zwischen 3.6 und 170 Mikron durchgeführt werden. Im Gegensatz zu anderen Raumteleskopen umkreist das SST nicht die Erde, sondern wurde in den interplanetaren Raum geschossen. Hierdurch soll der im Infrarotbereich störende Einfluß der Erde ausgeschaltet werden. Das Kühlmitten an Bord des SST soll Beobachtungen für 2.5 bis 5 Jahre gestatten.
v.i.S.d.P.: Jens Kauffmann, webjournal@tiscali.de