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Astronomischer Verein Remscheid e.V. - Sternwarte Remscheid |
Hier werden wir nach und nach interessante Bilder zeigen, die von
Mitgliedern des Vereins in der Remscheider Sternwarte, der
Aussensternwarte (RAST) oder während einer astronomischen Exkursion
gemacht wurden.
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Asteroiden (auch Kleinplaneten oder Planetoiden genannt) sind Felsbrocken mit bis zu tausend Kilometern Durchmesser. Die meisten Kleinplaneten bewegen sich auf stabilen Bahnen zwischen Mars und Jupiter um die Sonne. Einige Kleinplaneten können der Erde aber recht nahe kommen (NEO = Near-Earth Object).
Kometen sind eine Art durch das Sonnensystem driftende
"schmutzige Schneebälle". Sie stammen aus den sonnenfernen und
damit kalten Regionen des Sonnensystems, wo Wasserreis, Kohlendioxid
und andere flüchtige Substanzen gefroren bleiben. Gerät ein
solcher typischerweise wenige Kilometer grosser Brocken in das
innere Sonnensystem, dann beginnen die vorher gefrorenen
Substanzen zu verdampfen.
Komet Ikeya-Zhang war Ende März / Anfang April 2002 mit etwa 4. Größe
ein lohnendes Objekt am Abendhimmel.
Der Komet Ikeya-Zhang konnte ab Ende März mit einem Fernglas
erfolgreich nach der Abenddämmerung aufgesucht werden.
Bei einer Helligkeit von etwas schwächer als 4. Grösse warim Prinzip
auch eine Beobachtung von blossem Auge möglich. Die
horizontnahe Stellung machte es jedoch schwierig, den Kometen
unter normalen Bedingungen in der Nähe von Siedlungsgebieten ohne
optische Hilfsmittel zu erkennen.
Ab April entfernte sich der Komet von der Sonne -
dadurch wurde weniger Gas und Staub vom Kometen weggedampft -
kam dabei aber gleichzeitig auf die Erde zu. Das Näherkommen konnte
die durch die zunehmende Sonnenentfernung verursachte Helligkeitsabnahme
in der ersten Aprilhälfte einigermassen kompensieren, so dass der
Komet etwa 4. Grösse blieb und somit ein sehr schönes Objekt
für Beobachter mit Fernglässern und Teleskopen war.
Der Winkelabstand zur Sonne vergrösserte sich anfangs April rasch,
sodass Ikeya-Zhang bei Anbruch der Dunkelheit höher am Himmel stand
und schliesslich sogar zirkumpolar wurde
Der Komet Hale-Bopp (C/1995 O1) wurde von den beiden Amateurastronomen
Alan Hale (aus Cloudcroft/New Mexico) und Thomas Bopp
(aus Stanfield/Arizona) unabhängig voneinander
am Morgenhimmel, des 23. Juli 1995 entdeckt.
Auf älteren Aufnahmen konnte der Komet bis zum 27. April 1993
zurückverfolgt werden. Nach Auswertung aller 2129 Beobachtungen
(27. April 1993 bis 10. August 1997) wurden von Don Yeomans/JPL am
20. August die korrigierten Bahndaten dieses Objekts veröffentlicht.
Demnach war dieser Komet vor 4206 Jahren das letzte Mal in Sonnennähe,
die nächste Annäherung ist in 2380 Jahren im späten 44. Jahrhundert
unserer Zeitrechnung. Die große Veränderung der Umlaufsperiode ist
durch den nahen Vorübergang an Jupiter, in nur 0.77AE
Distanz im April 1996, entstanden.
Der vom Japaner Yuji Hyakutake entdeckte Komet C/1996 B2 (Hyakutake) passierte am 25. März 1996 die Erde in nur 15 Mio km Abstand (ein Zehntel der Distanz Erde-Sonne). Damals war er eine eindrucksvolle Erscheinung am Nachthimmel und Alan Hale, einer der Entdecker des Kometen Hale-Bopp, nennt ihn völlig zu recht den grossen Kometen von 1996. Am Wochenende des 23./24. März erreichte die sichtbare Schweiflänge bei dunkelem, klaren Himmel 40 Grad. Danach war der Komet noch während des ganzen Monat April am Abendhimmel zu sehen. Allerdings war er dann nicht mehr sehr auffaellig. Das Perihel (sonnennächster Bahnpunkt, 35 Mio km) wurde am 1. Mai durchlaufen. Da der Komet anschliessend südwaerts wanderte, wurde er für Bewohner der Nordhalbkugel unbeobachtbar.